„Wir haben alles getan, alles vorbereitet und eingereicht, was nötig war“, beteuert Gabriele Villinger mit einem ratlosen Achselzucken. Seit sieben Monaten warten sie und ihr Mann Ullrich Villinger nun schon auf die Baugenehmigung, um die notwendigen Umbauarbeiten für die neue Markthalle im Herzen von Waiblingen in Angriff zu nehmen. Voller Tatendrang und Vorfreude hofften die Eigentümer des Fachwerkhauses am Marktplatz im Frühjahr noch, die Markthalle schon zu „Waiblingen leuchtet“ eröffnen zu können. Leider vergeblich – denn die Mühlen der Bürokratie mahlen auch hier in Waiblingen langsam.
„Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die Stadtverwaltung gar keine Markthalle will“, sagt Gabriele Villinger sichtlich enttäuscht. Mehrfach habe sie bei der Stadt angerufen, um herauszufinden, woran es hängt. Jedes Mal sei sie vertröstet worden – ohne Hinweis darauf, bis wann ungefähr mit einer Baufreigabe zu rechnen sei. „Wir sind zum Warten verdammt“, so die Markthallen-Initiatorin. Das mache sie mal sauer, dann wieder einfach nur traurig. Schließlich hätten sie und ihr Mann auch einfach ohne Umbau einen weiteren Ein-Euro-Shop in die Geschäftsräume einziehen lassen können. Doch das Ehepaar hat sich bewusst für diesen neuen Weg entschieden. „Für Waiblingen!“
Eröffnung verzögert sich
Das Projekt Markthalle liegt ihnen am Herzen. Deshalb machen sie auch das Beste aus der langen Wartezeit: Ein samtener Vorhang ziert neuerdings den Eingangsbereich des ehemaligen Spielwarenladens und weckt die Neugierde vieler Passanten. Außerdem wünscht ein eigens gestaltetes, schaufenstergroßes Plakat den Waiblingern „Frohe Weihnachten“.
Die Villingers wünschen sich zu Weihnachten natürlich nichts sehnlicher als den „Roten Punkt“, also den Baufreigabeschein. Allen, die sich schon aufs neue Jahr und die Eröffnung der Markthalle freuen, kann Gabriele Villinger versichern: „Sobald die Genehmigung kommt, geht’s schnell!“